An der Bande nicht der Stärkste
aber immer da wo ein Torjäger stehen muss |
Als einer der Helden von Eishockeyspieler mit amerikanischer Abstammung, wurde Joe Mullen überall respektiert, wo er seine Schlittschuhe schnürte. Mit nur 1,80 Meter war er nicht gerade einer der grössten Spieler, aber sein Wille sich mit anderen zu Messen und sein Einsatz trotz Verletzungen war gewaltig.
Er war ein zuverlässiger Scorer, der geduldig an der Stelle wartete wo man einen Goalgetter brauchte, und mit seinen agilen Bewegungen und schnellen Schüssen, schaffte er 6 mal in seiner Karriere die 40 Tore-Marke. Er erkämpfte sich seinen Platz in der Eishockeygeschichte damit, das er während seiner Karriere als erster amerikanischer Spieler 500 Tore und 1000 Punkte erzielte.
Der Mann aus dem berüchtigten New Yorker Stadtteil "Hell's Kitchen" lernte zusammen mit seinem jüngeren Bruder Brian das Hockey spielen mit Rollerskates und einer Rolle Isolierband als Puck. Seine lokale Amateurkarriere begann in dem 14. Bezirk und den Westsiders. In der Saison 1974/75 dominierte er die New York Metro Junioren Liga mit 182 Punkten in nur 40 Spielen. Direkt nach diesem Jahr bekam er ein Teilstipendium für das Boston College, welches im zweiten Jahr dann ein volles Stipendium wurde. Im ersten Jahr musste Mullen noch 700 Dollar aus eigener Tasche bezahlen, um in Boston spielen zu dürfen, aber danach war er auf dem Weg zu 4 aussergewöhnlichen Jahren als Amateurspieler, der die Investition am Anfang Wert war.
Vor dem Kasten brandgefährlich,
6 Saisons mit 40 min. Treffern |
Während seinen letzten 2 Jahren mit den Eagles wurde er ins Eastern Collegiate Athletic Conference First All-Star Team und dem NCAA East First All- American Team berufen.
In seinem letzten Schuljahr auf dem College repräsentierte er die US-Farben in der Weltmeisterschaft 1979, wo er durchschnittlich einen Punkt pro Spiel sammelte.
Kurz vor der Saison 1979/80 gaben die St. Louis Blues dem Free Agent einen Vetrag. Mullen schaffte den Sprung zum professionellen Eishockey im Farmteam der Blues mit Leichtigkeit, und wurde zum Top-Rookie der Central Hockey League gewählt. Im folgenden Jahr führte er sein Team mit 117 an, und wurde in der Saison 1981/82 in die NHL berufen, wo er für die Blues in 45 Spielen 59 Punkte erzielte, und schnell zum Liebling der Fans avancierte.
Immer ein Ohr für die Fans |
In der zweiten NHL Saison wurde Joe oft durch Verletzungen geplagt, aber trotzdem erzielte er fast einen Punkt pro Spiel. Sein Durchbruch folgte dann im dritten Jahr, als er 41 Treffer erzielte und auch von der restlichen Liga als echter Scorer anerkannt wurde.
In dieser Saison verhalf er der US-Truppe mit 4 Punkten in 6 Spielen auch zum Einzug in das Kanada Cup Halbfinale, und für die Blues sammelte er 92 Punkte als Karrierebestleistung, aber die Blues scheiterten schon früh in den Playoffs.
Zum Entsetzen der meisten Fans schickten ihn die Blues im nächsten Jahr zu den Calgary Flames, aber Mullen führte sich hervorragend im seinem neuen Team ein, und die Flames erreichten 1986 zum ersten mal in ihrer Geschichte das Stanley Cup Finale, das allerdings mit 4 zu 1 Spielen gegen die Montreal Canadiens verloren wurde.
Mit Calgary und den Penguins
zu 3 Stanley Cup Erfolgen. |
Nach der Saison 1986/87 verlieh man ihm die Lady Byng Trophy und der im folgenden Jahr verhalf er den Flames zu ihrem punktmäßig besten Saisonergebnis der Geschichte. Im darauffolgenden Jahr schaffte er zum ersten Mal in seiner Karriere die 50 Tore Marke zu knacken. In den Playoffs 1989 führte er die NHL mit 16 Treffern an, und die Flames durften ihren ersten Stanley Cup Erfolg feiern.
Nach einer weiteren Saison in Alberta wurde der Veteran zu einem jungen und siegeshungrigen Haufen, der von Mario Lemieux angeführt wurde, nach Pittsburgh getradet.
In seiner ersten Saison in Steeltown, war stark daran beteiligt, das die Penguins zum ersten Mal in ihrer Geschichte den Stanley Cup hochstemmen durfte. Seine Erfahrung half ihm in den Playoffs 17 Punkte zu erzielen, und das Team der Minnesota North Stars in 6 Spielen zu besiegen.
Geduldig vor dem Tor
wartet er auf seine Chancen. |
In der nächsten Saison war er wieder stark an dem Finaleinzug der USA in das Kanada-Cup Finale beteiligt, und mit seinen 42 Treffern in der Saison schafften die Penguins ihren Cup Erfolg zu wiederholen. Mit 33 und 38 Treffern in den folgenden Saisons blieb er ein zuverlässiger Torschütze und am 7. Februar 1995 entzückte er die Fans in der Civic Arena, als er als erster Amerikaner die 1000 Punkte-Marke erreichte.
1995/96 verbrachte er dann bei den Boston Bruins, bevor er für seine letzte NHL Saison zurück zu den Penguins kehrte. Nur wenige Wochen vor seinem Rücktritt vom Sport, schrieb er noch einmal Geschichte als er, nach einem Treffer gegen Patrick Roy, der erste US Spieler mit 500 Karriere-Treffern wurde.
Als er 1997 seinen Rücktritt erklärte, war er der führende Scorer aller Amerikanischen Spieler, aber ein Hockeyereignis hatte Joe noch vor sich: Nach einer desaströsen Leistung der USA bei der Weltmeisterschaft 1998, musste sich das Team in einem Turnier mitten in der NHL Saison für die folgende WM 1999 qualifizieren. Doch Joe Mullen kehrte mit 42 noch mal auf die Eishockeybühne zurück und half seinem Nationalteam, die Qualifikation zu überstehen und sich für den Eintritt Weltmeisterschaft zu sichern.
Mit mehr als 500 Toren und 1000 Punkten wurde Joe Mullen 2000 in der Hockey Hall of Fame aufgenommen, und arbeitet heute als Assistenztrainer für die Penguins.
geschrieben 7/2002 by T.N.T.
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