Glory Days: #5 Ulf Samuelsson

Samuelsson auf der Jagd
nach einem neuen Opfer. |
Den Anfang der Serie, "The Glory Days" auf Penguins-Hockey.de macht einer der härtesten Verteidiger seinerzeit in der NHL, Ulf Samuelsson. Von allen Gegenspieler gefürchtet, konnte man froh sein, wenn er im eigenen Team spielte. Einige Stürmer haben nach der Verkündigung seines Rücktrittes wohl 3 Kreuze geschlagen, weil sie nicht mehr gegen in spielen mussten.
Samuelsson, der am 16. März in Fagersta (Schweden) geboren wurde, war der 4. Runden Pick (67. Insgesamt) der Hartford Whalers im Jahre 1982. Der 1,86 Meter und 91 kg schwere Defender liebte die körperbetonte Spielweise und hatte eine riesiges Arsenal an manchmal auch nicht ganz fairen Tricks um die gegnerischen Stürmer von ihrem Job, dem Toreschiessen, abzuhalten.

Jedes Mittel war Recht
um die Gegner zu stoppen. |
Als er am 4. März 1991 zusammen mit Ron Francis and Grant Jennings für John Cullen, Jeff Parker und Zarley Zalapski nach Pittsburgh getradet wurde, lachten sich viele Fans ins Fäustchen. So hatten die Pens neben einem der besten 2-Wege Angreifer Francis auch noch einen der unangenehmsten Verteidiger ins Team geholt, der die Defensive gut Verstärkte.
Zusammen mit seinem Partner auf dem Eis, Larry Murphy, wurden viele Angriffe schon im Keim erstickt, denn anders als der mitspielende Murphy war Ulfie Samuelsson ein reiner Stay-at-home Defender, der sich nicht für die Drecksarbeit in der eigenen Zone zu schade war.

Sein Jagdrevier:
Der eigene Kasten. |
Von der ersten bis zur letzen Minute beackerte er sein Gegenspieler und lies wenn es sein musste auch gerne mal die Handschuhe fallen.
In seinen 1080 Ligaspielen der regulären Saison schoss er nur 57 Tore und bereitete 275 vor um auf 332 Punkte zu kommen, aber an den 2453 Strafminuten kann man erkennen wie hart es manchmal zur Sache ging und wo seine eigentlichen Stärken lagen: Im Tore verhindern.
Mit dem Abgang von Samuellson 1995, als er zusammen mit Luc Robitaille für Petr Nedved and Sergei Zubov zu den Rangers getradet wurde, begann auch die Defensive zu bröckeln die bis heute noch nicht wieder so stabil ist wie in den frühen 90er Jahren.

Immer hoch
Konzentriert |
Eine weitere kuriose Story über ihn gab es im Jahre 1998 bei den Olympischen Spielen in Nagano, wo er in der Vorrunde noch für Schweden spielte, aber für die Finalspiele aus dem Kader entfernt wurde. Er hatte durch den Erwerb der US-Staatsbürgerschaft während seiner NHL-Karriere die Schwedische Staatsbürgerschaft verloren, da die schwedischen Gesetze keine doppelten Staatsbürgerschaften erlauben.
Zum Glück ging die Sache glimpflich für die Schweden aus, die keinen Punktabzug durch seinen Einsatz hinnehmen mussten, nachdem sich die Verantwortlichen des Turniers über die Sonderbarheit dieser Situation bewusst waren.
Seitdem er am 12. Februar 2001 offiziell seinen Rücktritt vom aktive Profisport bekanntgegeben hat, kann er sich stärker für seine Tätigkeit in dem schwedischen Kinder Hilfsprogramm "Cool Kidz" und in der Hockeyschule in seinem Heimatverein im schwedischen Leksand widmen.
geschrieben 7/2002 by T.N.T.
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